Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Erinnerungen

Tagesbilder 365 #60: Hund und Ei :-)


Am Wochenende gibt es bei uns immer gekochte Eier zum Frühstück.

Diejenigen von Euch, die schon länger bei mir mitlesen (meinen Blog habe ich ja 2002 begonnen), können sich bestimmt noch an das Lisa-Monsterchen erinnern. Sie hat von 2001 bis 2013 bei uns gelebt. Und ihre Vorliebe für Eier bzw. ihre chaotische Art, damit zu spielen, war legendär :-)  Sie wollte es dann auch nicht mehr hergeben, und hat das ziemlich nachdrücklich mit monstermäßigen "Grimassen" signalisiert ..lach. Dadurch hat sie recht bald ihren Spitznamen Monsterchen weggehabt.

Sie sah sehr ähnlich aus, wie Greta, aber vom Charakter her war sie ganz anders - eher ein "Clown", sehr offen und alles und jedem zugewandt - während Greta ein relativ "ernster" Charakter ist, und eher zurückhaltend und vorsichtig. Liebenswert  - alle beide :) 

Und auch Greta bekommt natürlich ihr Ei, zum Spielen und anschließend zum Futtern (ich schäle es ihr).

Sie geht allerdings ganz anders damit um. Wenn ich es ihr auf den Boden lege, schaut sie erstmal mit großen Augen ....









Dann fängt sie an, auf dem Teppich zu kratzen und zu "wühlen", und das mit einer enormen Vehemenz :))




Der Teppich ist sehr robust ... lach.

Zwischendurch verpaßt sie dem Ei auch mal eins mit der Schnauze, und irgendwann .....





... knabbert sie dann daran herum - aber das dauert.





Das ist dann der Punkt, wo ich gefordert bin, das Ei bitte in mundgerechten Stücken in ihrem Futternapf zu servieren :-)

Sie läßt sich ohne Probleme Dinge wegnehmen - sei es Spielzeug, Knochen, Essen ... Die Zähne hat sie uns gegenüber noch nie gezeigt - höchstens mal gegenüber Hunden, die ihr zu aufdringlich waren.

Nickname 30.04.2022, 18.22 | (13/1) Kommentare (RSS) | PL

Tagesbild 365 #14: Purpurrote Taubnessel / Nektar - Kindheit / Mininarzissen / Saharastaub


Kurz war ich gerade eben versucht, ein Foto von meinem komplett gelbbraun-eingesauten Auto zu posten! So extrem war's schon lange nicht mehr mit dem Saharastaub. Die Lichtstimmung draußen war vorhin total eigenartig, wie kurz vor einem Hagelsturm, alles gelblich ...und der gelegentliche Regen spülte das Zeug "dekorativ" runter. Inzwischen regnet es wenigstens richtig.

Aber ich hatte mein Tagesfoto bereits heute Mittag auf der Hunderunde gemacht:




Dieses Pflänzchen sieht man bei uns jetzt sozusagen an jeder Ecke und ist sogar essbar. Bei mir weckt es Kindheitserinnerungen. Es gibt ja auch noch die größere weiße Taubnessel. Als Kinder haben wir die Blüten gepflückt und den Nektar herausgesaugt - es schmeckte süßlich :-)

Kennt das vielleicht noch jemand von Euch?

Von den Früchten der "Wildnis" haben wir in vielerlei Form genascht. Natürlich die leckeren Walderdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren. Die wurden sogar richtig gesammelt und zu Marmelade verarbeitet.

Aber zum Beispiel auch die Blätter des Sauerampfer wurden von uns als gut genießbar erkannt - passten prima zu den Kartoffelchips, die wir uns tütenweise vom Tante-Emma-Laden im Dorf holten. Und die jungen Maiskolben waren ebenfalls nicht vor uns sicher :-)




Kleine Narzissen - am Wochenende im Wald entdeckt.

Nickname 15.03.2022, 18.52 | (14/0) Kommentare (RSS) | PL

Tagesbild 365 #2: Hochwasserrückhaltebecken, Kindheit

Traumhafter Sonnenschein auch heute wieder, knapp unter 10° - aber die Nächte sind sehr frostig, -5° hatten wir letzte Nacht. Das Wetter lockt natürlich raus. Mein heutiges Tagesfoto ist auf einer ausgedehnten Runde entstanden.




Eines der Hochwasserrückhaltebecken in der Umgebung. Das Bild zeigt den Blick nach Osten - d.h. wenn die Anlage auslöst, wird sich das Wasser auf der anderen Seite anstauen. Bemalt sind die Mauern mit diverser Graffiti u. ä. "Kunst". Ich vermute, es dient immer wieder mal als Treffpunkt :-)

In der Kindheit haben uns solche Orte natürlich auch magisch angezogen. Auf dem Land aufgewachsen, war es uns nie langweilig - wir waren bei fast jedem Wetter draußen in der "Pampa" unterwegs. Mit viel Fantasie ausgestattet, gab es immer was zu entdecken. Radtouren ... durchs nahe Wäldchen streifen ... Verstecken spielen ... Kröten retten ... auf Bäume, Felsen oder Ähnliches klettern ... oder die damals noch nicht abgesperrten großen Abwasserrohre erkunden... nur ein paar Beispiele. Wir hatten nie Angst, dass uns was passieren oder jemand uns was tun könnte.

Doch - Angst bekommen haben wir einmal, als wir am Waldrand plötzlich Auge in Auge mit einem Wildschwein standen, einer ausgewachsenen Bache ....wir sind gerannt, als wäre der Teufel hinter uns her :-)

Habt einen schönen Freitag.

Nickname 03.03.2022, 20.34 | (10/0) Kommentare (RSS) | PL

Erinnerungen und Musik, Burgruine Neuhaus Teil 2


Und schon wieder steht das Wochenende vor der Tür ..ich würde wirklich gern mal wissen, warum die Zeit gefühlt immer schneller vergeht. Danke für Eure Gedanken zu meinem Erinnerungs-Beitrag an meinen Vater :-)

Beim Autofahren streame ich gerne meine Playlists mit meinen zahllosen hunderttausend *g* Lieblingssongs, aktuelle und alte Musik bunt gemischt - aber nie in der gleichen Reihenfolge, sondern per Zufallsprinzip, so dass es jedesmal eine neue Mischung ist. Heute morgen lief als zweites Lied "Pandora" von Al Stewart, und aus irgendeinem Grund assoziiere ich es mit meinem Vater in den späten Achtzigern. Das war mir vorher allerdings gar nicht bewußt gewesen .. aber das Gefühl war in dem Moment total intensiv - vorher hatte ich gar nicht an meinen Vater gedacht, und auf einmal war er wieder ganz präsent ... so wie damals.

Al Stewart war zu der Zeit einer meiner Lieblingssänger, wegen den tollen Melodien seiner Songs ..ich bin bisher allerdings nur einem einzigen Menschen begegnet (auch in den späten 80ern), der dies mit mir geteilt hat. An ihn mußte ich dann auch denken, denn er war eine Zeitlang ein wichtiger Teil meines Lebens, damals ein Seelenverwandter, wie man ihn selten findet ... wir waren viel zusammen unterwegs, konnten  uns gegenseitig unterstützen und einander ein gutes Stück weiterbringen. Ich hoffe, dass es ihm gut geht, wo immer er jetzt auch ist. 

Musik ist ein ganz starker Erinnerungsträger, finde ich .... Wenn Erinnerungen eher traurig oder mit Verlust verbunden sind, kann es schwierig sein, die Stücke später wieder zu hören.





Ein weiteres "Jubiläum" gab's für uns am 17. Februar - mein Mann und ich sind nun ganze 31 Jahre zusammen. Und ich möchte keinen einzigen Tag davon missen ... bin so dankbar für unsere Liebe und die zahllosen gemeinsamen Erinnerungen.


Nun noch ein paar Momentaufnahmen und Perspektiven von unserem Ausflug zur Burgruine Neuhaus.



















Leider habe ich nicht in den Brunnen hinein fotografiert. Er scheint offenbar früher über 120 m tief gewesen zu sein.


Ein schönes und hoffentlich nicht mehr ganz so stürmisches Wochenende wünsche ich Euch.


Nickname 18.02.2022, 13.10 | (16/0) Kommentare (RSS) | PL

Erinnerungsbilder..Gedanken am 15.2.22 - seinen 90. Geburtstag hätte mein Vater heute gefeiert


****Bon anniversaire ... und alles Gute für Dich, wo auch immer Deine Seele jetzt sein mag ...****


"Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können."

(Antoine de Saint-Exupéry, 1900-1944, französischer Schriftsteller, Pilot ... Lieblingsschriftsteller meines Vaters)

Aus: "Der kleine Prinz"


Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht an meinen Vater denke. Immerhin verbindet uns eine fast fünfzigjährige wechselvolle Geschichte .. Dass es zwischen Eltern und Kindern zu Konflikten kommt, ist normal - spätestens ab der Pubertät, und wenn komplizierte Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Lebenseinstellungen aufeinandertreffen.

Und sicher kennen das viele Menschen: Phasen, in denen ein Kontakt so problematisch geworden ist, dass es fast ausweglos erscheint - wo beide Seiten weder vorwärts, noch zurück können. Jeder ist auf seine Weise vom Leben geprägt und reagiert aufgrund dieser manchmal unüberwindlichen Prägungen.

Doch für mich ist in der Rückschau nur eins wichtig: wie es letztlich endet. Dass es wieder gut wird. Dass Konflikte überwunden werden und man wieder zueinander findet und nicht mehr nur das Trennende sieht und fühlt, sondern auch das Verbindende. Dass man sich entschuldigen kann, auch nach Jahren - und zwar nicht nur einer, sondern beide.

Die tiefe Liebe zur Natur, zu den Tieren, zum Wald, der Musik und dem Meer habe ich von ihm erfahren und gelernt. Unvergessen sind die zahlreichen gemeinsamen Reisen und Ausflüge der Kindheit, und unsere Gespräche und Diskussionen über Lyrik, Literatur, Psychologie und Philosophie. Ein enormes Bedürfnis nach "room to move", nach Allein-Zeit und Privatsphäre ... die intensive Beschäftigung mit Erinnerungen, Gedanken und der eigenen Geschichte, und das Schreiben (auch von Tagebüchern) haben wir gemeinsam.

Zu sensibel manchmal, zu viele komplizierte Gedankengänge - ja, manchmal waren wir uns einfach zu ähnlich - aber genau diese Wesensverwandtschaft und die trotz allem tiefen Bande hat uns letztlich auch wieder zusammengeführt.





Es befinden sich zahllose Fotoalben in unserer Familie ..so ziemlich jedes Bild, das je gemacht worden ist, ist erhalten geblieben, manchmal auch in mehrfacher Ausfertigung :-) Ja, das Aufbewahren von Memorabilien haben wir auch gemeinsam.


Oben links: Soweit ich mich erinnere, im Schwarzwald (Freudenstadt?)

Oben rechts: in der direkten Umgebung meines Elternhauses einer der "meist gegangenen" Spazierwege zur "Bank" mit der Kastanie, die fast gleich alt ist, wie ich

Unten links: keine Ahnung? Auf jeden Fall an meinem 1. Geburtstag :-)

Unten rechts: bei uns vorm Haus .. im Sommer haben wir gerne draußen gefrühstückt, Kaffee getrunken und auch mal zu Mittag gegessen. Eine von uns ist allerdings regelmäßig "geflüchtet", wenn die Wespen kamen, die sich aus dem Sichtschutz Material für ihre Nester holen wollten ..und was zum Futtern abstauben. Und die Angst vor diesen schwarzgelben Insekten ist auch jetzt noch ..naja ..vorhanden *g*




Oben links: 1978 auf der Insel Amrum am Hafen, direkt nach der legendären Horror-Überfahrt von Sylt aus, auf einem relativ kleinen Schiff bei Windstärke 8 - die mich in Bezug auf Schiffsreisen nachhaltig traumatisiert hat!

Oben rechts: ca. 1980 mit meiner Mom auf irgendeinem Berggipfel.

Unten links: das Bild habe ich erst vor kurzem zum ersten Mal in einem alten Fotoalbum entdeckt - Anfang 70'er, keine Ahnung, wo es aufgenommen worden ist.

Unten Mitte: der gleiche Gipfel, wie auf dem Bild oben rechts

Unten rechts: Frühe Siebziger, wieder bei uns vorm Haus - auch dieses Bild habe ich erst vor kurzem entdeckt. Was ich in dem Moment wohl gedacht habe - die Geste sieht irgendwie ziemlich entsetzt aus. Das Kaninchen - unser erstes - trug den klangvollen Namen "Christian" :-)


Erinnerungen habe ich so unendlich viele - und dafür bin ich sehr dankbar.


Nickname 15.02.2022, 08.53 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Danke :-) Überschwemmung; Spielzeug und "Neuzugang"


Vielen Dank für all Eure Kommentare und Erinnerungen :-) das ist sehr spannend zu lesen.

Am Wochenende und vor allem gestern war es sehr stürmisch bei uns, und ab Sonntag Nachmittag bis in die Nacht hat es gegossen, wie aus Kübeln. So extrem hatten wir es schon lange nicht mehr.

Dementsprechend trat der kleine Bach in der Nähe eines der Nachbardörfer über die Ufer:





Da, wo die Bäume stehen, fließt er normalerweise, unauffällig und von weitem gar nicht zu sehen.





Der Weg und die Brücke - unpassierbar.





Das gesamte Wasser, was Ihr hier seht, ist normalerweise nicht da. Ein Blick vom Damm aus:





Diese Stelle ist bei starken, langanhaltenden Regenfällen schon öfters überflutet gewesen.

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Am Wochenende waren wir nochmal in dem Antiquitätenladen, von dem ich berichtet hatte ...





                                                                       Josephine

... sie braucht nur nicht mehr inmitten von unzähligen Gegenständen auszuharren, sondern hat bei mir ein neues Zuhause gefunden - von meiner Mom bekommen, als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk *freu*

Puppen sind bei mir eher selten, aber diese fand ich einfach total hübsch, quasi Liebe auf den ersten Blick. Eine Weltraum-Barbie habe ich noch, die mir Walter aus den USA vom Kennedy Space Center in Florida mitgebracht hat - auch in Rosa, grins, die zwei passen also gut in mein in altrosa und hellblau eingerichtetes Zimmer.

An eine sehr große Puppe kann ich mich erinnern, für mich als Kind fast "lebensgroß", die fand ich toll damals. Eine kleinere Babypuppe hatte ich auch, und wie sich das für eine Puppenmutti gehört, mußte ich ja schließlich auch ihre Kleidung waschen und trocknen. Für letzteres bot sich natürlich der im Winter gut geheizte Ofen an - und weil es schnell gehen sollte, klappte ich kurzerhand den oberen Deckel hoch und legte die Kleidung direkt auf den Ofen. Dann kam es, wie es kommen mußte ...

Zum Glück bemerkte meine Mutter rechtzeitig, dass das Zeug anfing zu "kokeln" und zusammenzuschmoren - es bestand komplett aus Kunstfaser - aber das war schon ein ordentlicher Schreck und hätte auch anders ausgehen können. An die schwarz verbrannten Stellen auf dem ziegelroten Puppen-Pullover kann ich mich jedenfalls noch sehr gut erinnern.

Ansonsten war ich als Kind aber mehr auf Stofftiere aus, insbesondere Katzen. Wobei wir früher ohnehin so oft wie möglich draußen unterwegs waren und nur bei ganz schlechtem Wetter drinnen gespielt haben.

Ich wünsche Euch eine gute neue Woche 



Nickname 07.02.2022, 19.26 | (16/0) Kommentare (RSS) | PL

Die allerersten Erinnerungen, Lyrik, Jonasbrunnen

Erinnerungen

Ein treu Gedenken, lieb Erinnern,
Das ist die herrlichste der Gaben,
Die wir von Gott empfangen haben;
Das ist der goldne Zauberring,
Der auferstehen macht im Innern,
Was uns nach außen unterging.


Friedrich von Bodenstedt - klick, wenn Ihr mehr über den Schriftsteller erfahren wollt. 


Erinnerungen waren seit jeher ganz wichtig für mich. Darum schreibe und knipse ich auch so viel ...möchte so viele Lebens- und Gedankenbilder wie möglich festhalten, um jederzeit wieder dahin zurückkehren zu können. Ein buntes Patchwork von Erinnerungen in wirklich allen Farben, von ganz düster, schwarzgrau, bis hin zu schillernden Regenbogenfarben.

Wie weit kann ein Mensch sich tatsächlich zurückerinnern? Manches, was man für eine echte frühe Kindheits-Erinnerung hält, mag in Wirklichkeit erst viel später entstanden sein - z. B. durch Erzählungen oder alte Fotos ...


Meine gefühlt allererste Erinnerung ... ist nur kurz, aber sehr klar und intensiv: ich liege unter einer kuschelig weichen Decke in hellblau, rosa, weiss und hellgrünen Farbtönen, und es fühlt sich so schön an, geschützt und geborgen ...

Als nächstes erinnere ich mich, dass ich im Schlafzimmer meiner Eltern im Bett meiner Mom unter der Decke liege, vielleicht so etwas wie "Mittagsschlaf" - aufwache, und auf meiner Decke, direkt vor meinem Gesicht, sitzt eine große schwarz-weiße Katze! Ich erschrecke total und rufe nach meiner Mom, sie soll die Katze verscheuchen - aber sie erklärt mir, da sei gar keine Katze!

Ich konnte das damals überhaupt nicht glauben - hatte ich diese Katze doch ganz deutlich vor mir gesehen! So sehe ich die Erinnerung auch jetzt noch ... es muss vermutlich ein sehr intensiver Traum gewesen sein (wir hatten keine Katzen) - aber für mich hatte es sich völlig real angefühlt.

Die dritte klare Erinnerung, die mir einfällt, muss ca 1972/73 gewesen sein - ich war ein kleiner Stöpsel und meine Großeltern aus Norddeutschland waren bei uns zu Besuch - damals ein ganz besonderes Ereignis. Ich erinnere mich daran, wie die beiden zusammen auf der kleinen roten Gartenbank hinterm Haus saßen, redeten und lachten - als plötzlich die Gartenbank umkippte und die beiden hintenüber fielen und auf dem Boden landeten. Ich war völlig panisch, rannte ins Haus meiner Eltern zurück und schrie, meine Eltern sollten ganz schnell kommen und Oma und Opa retten ... ;)


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Am Wochenende auf unserer Tour entdeckt:





Der Jonasbrunnen von Dieter Läpple (klick) findet man in Maienfels bei der Burgkirche.





Nickname 03.02.2022, 08.02 | (16/0) Kommentare (RSS) | PL

Zeitkapsel für 2021 :-)


Nun möchte ich aber endlich wieder was posten - und werde die Tage auch wieder bei Euch vorbeischauen. Ich hab Eure Blogs im Reader, komme nur leider grad nicht so viel ins Internet.





Einen Jahresrückblick habe ich bisher noch nicht geschafft .. nun mache ich es anders und frage -


Was würde ich vom vergangenen Jahr in eine "2021-Zeitkapsel" packen, die ich irgendwo "vergraben" und dann irgendwann in der Zukunft öffnen und mich daran erfreuen kann?


Auf jeden Fall die kostbaren Auszeiten an der Ostsee und die herrlichen Spaziergänge an der Küste, Sand und Salzwasser umspülen meine Füße.. Seeluft atmen und den ganzen Tag draussen in der Natur verbringen, Vögel im Naturschutzgebiet beobachten, leckeren Kuchen und Kaffee auf einer Bank nahe der Schlei genießen .. und abends am Strand sitzen, die Gedanken frei übers Wasser fliegen lassen und einfach nur das Leben und das Meer ganz intensiv fühlen ..

All die Treffen mit meiner Mom und die netten und lustigen Gespräche, bei denen die Zeit immer so schnell verfliegt ..

Die langen warmen Sommerabende draussen auf der Terrasse, der Duft von Blumen und Gras, Fledermäuse flattern um uns herum, und aus der Ferne dringt der Gesang der Nachtigall an  unser Ohr ..

wir reden und schweigen gemeinsam, schauen in den tiefdunklen sternklaren Himmel, betrachten die Sternbilder, verfolgen die Satelliten auf ihrer Bahn und sehen mit viel Glück eine Sternschnuppe, der wir einen Herzenswunsch mitgeben auf ihrer Reise durchs dunkle Firmament ...das Zirpen der Grillen und ein Ca*mpa*ri Orange, ein kühles Bier oder ein Glas Sekt ..

Unsere Wanderungen, Radtouren und Ausflüge an den Wochenenden ..

Und natürlich all die gemütlichen Abende mit meinem Mini-Rudel drinnen, endlose Gespräche, kostbare Zweisamkeit ..

Musikzeit am Klavier oder mit meinen Leiern, spannende Lesestunden, entspanntes Schreiben und Malen oder einfach nur Tag-Träumen ..




Ja, es gab - trotz Corona - so viele Glücksmomente, die zumindest rückblickend die weniger schönen Momente (die es natürlich auch gab und immer geben wird) ganz klar überstrahlen




Eine gute neue Woche wünsche ich Euch.

Nickname 24.01.2022, 20.13 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Kindheits-Fotos, Nachlese Weihnachten

... und schon sind die Feiertage wieder vorüber, sehr entspannt und gemütlich, teilweise verregnet. Gefühlt ging es diesmal noch schneller, da sie auf das Wochenende fielen.

Ich habe mir die Zeit genommen, mal wieder in alten Fotoalben zu blättern. Derer gibt es viele in meiner Familie, es wurde bei fast allen Anlässen "geknipst". Ein Album, das ich bei meinen alten Tagebüchern verwahre, enthält viele Kinderfotos, und davon möchte ich Euch ein paar zeigen, überwiegend weihnachtliche :-)



Dies fiel mir als erstes in die Hände - allerdings stammt es aus wärmerer Jahreszeit .. Ostern 1971 aufgenommen.




Weihnachts-Frühstück 1971.




1975, im "Partnerlook" mit meiner Mutter :-) Und das neue Schaukelpferd war mein ganzer Stolz.

Damals hatten wir noch einen richtigen Weihnachtsbaum - mit echten Wachskerzen. Kann mich erinnern, dass sicherheitshalber immer ein großer Eimer mit Wasser unter dem Baum bereitstand.





Zwei Jahre später - 1977. Die Hobbies Puzzeln, Lesen und Musikmachen pflege ich nach wie vor. Das Buch mit den Blüten auf dem Einband könnte ein Malbuch gewesen sein - auch das passt heute noch.




Dieses Foto mag ich besonders gerne :-)

Die Stoffkatze habe ich damals vermutlich auch geschenkt bekommen. Als Kind habe ich sie gesammelt.



Weihnachten haben wir meistens im kleinen Familienkreis gefeiert. Danach ging's in manchen Jahren zu unseren Verwandten nach Norddeutschland, wo wir auch bis Neujahr zumindest blieben.

Nachträgliche Bescherung :-) mit einem meiner Cousins, 1979. Links im Bild meine Oma, rechts meine Mom. Und ich gucke mal wieder ziemlich schief, grins.


Lesenswert: Elke - Mainzauber gibt ebenfalls Einblicke in die Weihnachtszeit ihrer Kindheit :-)


Eine schöne Zeit "zwischen den Jahren" wünsche ich Euch.

Nickname 27.12.2021, 12.24 | (14/0) Kommentare (RSS) | PL

Bloggen; Verlust, und persönliche Aufzeichnungen als Vermächtnis; Maritimes


Meeressehnsucht .. habe ich eigentlich meistens :) Und noch einige Bilder vom letzten Aufenthalt an der Ostsee, die ich gern hier posten möchte.




                                                            Blick auf den Hafen von Maasholm (Schlei).


In meiner "bloglosen" Zeit zwischen 2019 und 2021 hat sich viel ereignet ..das Leben ist immer so randvoll - ich hatte ja auch jetzt wieder Bedenken, ob ich das überhaupt hinkriege zeitlich mit dem regelmäßigen Bloggen -

und mit den Blogbesuchen bei Euch, die mir sehr wichtig sind, die ich aber nicht immer so regelmäßig hinbekomme, wie ich es gerne möchte. Aber wenn ich es ganz lasse, dann fehlt es mir halt doch irgendwann :)





Im Herbst 2019 verstarb mein Vater mit 87 Jahren. Eine schwierige Zeit folgte. Meine Mutter und ich haben ein tolles Verhältnis, und ich bin sehr glücklich, dass sie nun ganz in unserer Nähe wohnt.

Mein Vater hat zeitlebens und seit seiner Kindheit viel gelesen und auch geschrieben und immer geistig gearbeitet. Der Fernseher wurde irgendwann abgemeldet, er brauchte ihn nicht mehr (was ich mittlerweile - früher nicht - sehr gut verstehen kann: ich schaue so gut wie gar nicht mehr fern, und benutze den TV maximal als Bildschirm, um mal einen Film am Wochenende zu schauen, oder eine Folge von einer Serie, aber nicht mehr - es wäre mir sonst zu viel Input auf einmal)

Er ging ganz in der klassischen Literatur auf. Ein Buch wurde von ihm nicht nur gelesen, sondern förmlich "gelebt" ..die Sätze analysiert, mit eigenen Gedanken versehen, und tatsächlich auch auswendig gelernt, sowie Bücher und Essays aus dem Französischen übersetzt ... Er war bis zum Schluss geistig klar und selbstbestimmt.

Hinterlassen hat er unzählige Aufzeichnungen und Textsammlungen, auch viele alte Zeitungsausschnitte und jede Menge Fotoalben ... er hat offenbar so ziemlich alles aufbewahrt, nie etwas davon weggeworfen, selbst kleinste Gedanken-Notizzettel und lose Blätter ... Und darin erkenne ich mich ebenfalls wieder. Ich kann derartige Dinge auch nicht fortwerfen und finde es im Nachhinein spannend und interessant, es wieder zu lesen und anzuschauen.

Ich habe das meiste davon übernommen, da es bei der Haushaltsauflösung natürlich nicht in Frage kam, all die Ordner, Hefte und Bücher aus den Regalen, die er ganz offen dort aufbewahrte, einfach zu entsorgen, das hätten wir niemals fertiggebracht - und wenn er gewollt hätte, dass es vernichtet werden würde, damit niemand es liest, dann hätte er es definitiv zu Lebzeiten getan.

Es ist faszinierend, teilweise aber auch schmerzhaft und seelisch sehr "vereinnahmend", sich damit zu beschäftigen .. u.a. auch weil es mich teilweise in unsere gemeinsame, nicht immer unkomplizierte Vergangenheit zurückführt ...und weil das Bild der Kriegs- und Nachkriegszeit, das er darin zeichnet, doch oft eher düster ist. Das können wir uns heutzutage kaum vorstellen.

Das Ganze ist ein authentisch geschriebenes Zeitgemälde voller Erinnerungsbilder, Gedanken und Erlebnisse. Man sollte einen Roman daraus machen ..aber ich weiß nicht, ob ihm das recht wäre (wobei ich solche Andeutungen tatsächlich schon in seinen Zeilen entdeckt habe ... und er schrieb an einer Stelle auch, dass gerade die Erinnerungen aus früheren Jahrzehnten vielleicht für seine Tochter später interessant sein könnten). Auf jeden Fall empfinde ich diese Aufzeichnungen als sehr wertvoll, und ich halte sie in Ehren.




                                        
                                                Hafen von Maasholm, kurz vor einem heftigen Gewitter


Klar ist, von wem ich die Begeisterung fürs exzessive Schreiben geerbt habe :-) Es vergeht für mich kaum ein Tag ohne Tagebuch- oder sonstiges Schreiben ...ich brauche das. Wahrscheinlich wird das später niemand lesen ...aber das Schreiben selbst ist für mich wie Meditation, ganz bei mir selbst sein und das Leben auf diese Weise "festhalten" und dadurch intensivieren.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende :-)

Nickname 03.09.2021, 12.55 | (14/0) Kommentare (RSS) | PL

OceanPhoenix ist... ein Online-Tagebuch:
Gedankensplitter und Impressionen bunt gemischt - Momentaufnahmen in Wort und Bild.

Fotos mache ich mit einem Mobiltelefon,
und ab und zu mit einer S*ny C*ybersh*t HX*300.


Täglich ein Foto (oder mehr) - Projekt von Der Amateur Photograph





Ich freue mich über Euren Besuch und wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und Schauen

Hier findet Ihr die Direktlinks zu den aktuellen Beiträgen zum Nachlesen:


14.5.22: TB 365 #74: Engelchen / Erste Fotos von der Kapelle St. Wendel zum Stein / 1000 Fragen #6

13.5.22: TB 365 #73: Entdeckung in der Heckklappe / Junge Spatzen / 1000 Fragen #5

12.5.22: DND - Wald-Entdeckungen / TB 365 #72 - Blaumeise / 1000 Fragen #4

11.5.22: Close .. Bärlauch / TB 365 #71: Anderer Specht / Rosa Blume / 1000 Fragen #2, #3

10.5.22: Tagesbilder 365 #70 - Biene an Acker-Witwenblume / Klatschmohn / 1000 Fragen an Dich selbst #1 / Ich sehe Rot

9.5.22: Tagesbilder 365 #69 - Der Star des heutigen Tages :-)

8.5.22: Tagesbilder 365 #68: Hund auf dem Steg mit Filter / Spatzen im Flieder

7.5.22: Tagesbilder 365 #67 - Holz-Kunst in der Natur: Landart Bretzfeld 2012

6.5.22: Tagesbilder 365 #66: Fotomodel Greta, Spatz

5.5.22: TB365 #65: Collagen - Amseljunges, Glücksklee, Graffiti / Mobil arbeiten, Maskenpflicht

4.5.22: Tagesbilder 365 #63 und #64: Erste Mohnblüte / Rhododendron ganz nah

2.5.22: Tagesbilder 365 #62: Buntspecht - Serie :-) / Maihexen-Schild auf Schwenglisch

1.5.22: Tagesbilder 365 #61: Elster, Taube, Blaumeise / Meer :-)

30.4.22: Tagesbilder 365 #60: Hund und Ei :-)

29.4.22: Tagesbilder 365 #59: Punker-Tulpe / Mein 1. Beitrag zum DND: Bunt und Grün

28.4.22: Tagesbilder 365 #58: Stiefmütterchen, Blütencollagen

27.4.22: Close to the Ground: Minibaum, Biene / Tagesbilder 365 #57: Vierblättriger Klee

26.4.22: TB365 #56;Ich sehe Rot: Feuerwanze auf Löwenzahn, 1. Rhododendronblüte/Sehr gezoomte Amsel

25.4.22: Tagesbilder 365 #55 - Nasse haarige Küchenschelle / Gänseblümchen, gezoomte Amsel

24.4.22: Tagesbilder 365 #54 - Erste Versuche mit der Kamera, klick für größer

23.4.22: Tagesbilder 365 #53 - Skurrile Köpfe / Breitenauer See halbvoll / Farbe der Handyfotos / Kamera

22.4.22: Tagesbilder 365 #52 - Naturmomente / Kamerawunsch

21.4.22: Close to the ground 21.4. - Insekt / Erste Rollschuhfahrt, mit Fellnase :-))

21.4.22: Tagesbilder 365 #51 - Back to the 80's: Klassische Rollschuhe

20.4.22: Tagesbilder 365 #50 - Schlafende Hunde ..

19.4.22: Tagesbilder 365 #49 - Waldsee, Einsamkeit vs. Stadt-Trubel

18.4.22: Tagesbilder 365 #48 - Federwolken und Seeblick

17.4.22: Tagesbilder 365 #47 - Frohe Ostern :-)

16.4.22: Tagesbilder 365 #46 - Holzskulpturen im Wald, Baum-Blicke, Eichendorff

15.4.22: Tagesbilder 365 #45 - Tautropfen, Gänseblümchen, Weinbergwiese, Zimmerbegonie

14.4.22: Tagesbilder 365 #44: Blühender Baum, Eidechse

13.4.22: Close to the ground/beach, TB 365 #42-#43: Grenzstein, nass mit Hund, Waldbodensprößlinge

11.4.22: Ostsee, Verschwörungstheorien, freiwillig Maske, Tagesbilder 365: #31 1.4 bis #41 11.4.22






Gleiche wieder dem Baume, den Du liebst, dem breitästigen: Still und aufhorchend hängt er über dem Meere.
(Friedrich Nietzsche)





Genieße das Glück des Augenblicks bewußt, und bewahre ihn in Deinem Herzen, so dass Du jederzeit zu ihm zurückkehren kannst.

Alles Erlebte ist Dein, für immer. Deine Vorstellungskraft trägt Dich überall hin, und Dein Wille macht scheinbar Unmögliches möglich.

Leben - unterwegs sein auf Deinem eigenen Lebensweg... gesegnet mit der Kraft, auch die schmerzlichen Wege aufrecht zu gehen.

Die Quelle der Kraft liegt im Universum ..in der Natur ..in Dir selbst.
(© OceanPhoenix)

"We are a particle in the
ocean,
lost and safe
like a tear ..."

(Eloy - "Ocean")




Das Dasein ist köstlich.
Man muß nur den Mut
haben, sein eigenes Leben
zu führen.
(P. Rosegger)










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