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Danke :) "Immer die alte Leier .." eine kurze Vorstellung

Vielen Dank für all Eure interessanten Kommentare zu meinen letzten Beiträgen :) Es ist auch spannend, von Euren eigenen Erfahrungen zu lesen.

Einige von Euch hatten  nachgefragt wegen meiner Leier ....daher nun eine kleine Vorstellung meiner Saiteninstrumente, die ich im Laufe der letzten Jahre gesammelt habe, und wie ich dazu gekommen bin.

Vorweg: eigentlich bin ich nicht gut im Aufnehmen! Aber ich sollte es mal wieder versuchen - vielleicht schaffe ich es doch irgendwann,ein Hörbeispiel einzubauen.

Ich bin mir nicht sicher, ob laut der aktuellen Rechtslage irgendetwas im folgenden Text als Werbung interpretiert werden kann, darum sicherheitshalber der entsprechende Hinweis auf mögliche Werbung, ausnahmsweise! Allerdings verzichte ich bewußt auf Nennung von Namen und Firmen - daher denke ich eigentlich nicht, dass es sich tatsächlich um Werbung handelt.

Falls jemand Genaueres wissen möchte, bitte ich um Mitteilung übers Kontaktformular.




Mit diesem Instrument, sechssaitig, Stahlsaiten, hat alles begonnen.

Wir sind des Öfteren auf mittelalterlichen Veranstaltungen unterwegs, und die Idee einer mittelalterlichen Leier faszinierte mich auf Anhieb - ein Instrument, das man (im Gegensatz zum Klavier, lach ..) in die Natur mitnehmen und draußen spielen kann. Klanglich vielfältig (man glaubt nicht, was man auf "nur sechs Saiten" alles spielen kann!) - einfach zu lernen und leicht selbst stimmbar mittels Stimmschlüssel und elektronischem Stimmgerät - die Stimmung muss öfters nachreguliert werden, da sie durch Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen der Umgebung beeinflußt wird.

Zahlreiche mittelalterliche Lieder lassen sich darauf spielen, Gesang kann begleitet werden, und die Möglichkeiten zur freien Improvisation sind enorm.


Man schlägt die Saiten mit den Fingern einer Hand an. Nicht "zupfen", sondern einfach locker anschlagen. Ideal ist das "Fünf-Finger-System".


Meine Faszination wuchs, je mehr ich mich mit dieser Leier beschäftigte - und ich informierte mich umfassend über alle historischen Saiteninstrumente und ihre Möglichkeiten. Bald kamen noch zwei Kantelen hinzu, die kleine diatonisch, die große pentatonisch gestimmt.





Die kleine habe ich an eine Freundin weitergegeben, die pentatonische (Fünfton-Stimmung) besitze ich noch.





Ein ganz anderes, eher dunkles mittelalterliches Klangbild hat diese achtsaitige Leier mit den weicheren Nylonsaiten. Sie ist momentan von f bis f' gestimmt, und läßt bei den Halbtönen Variationen in der Stimmung (Tonart) zu.





Diese achtsaitige Leier ist die "große Schwester" der eingangs gezeigten sechssaitigen. Stimmung d-Moll (Saitenverlauf von c' über b' bis c'')





Dieses kleine neunsaitige Instrument (ca. 39 x 20 x 6 cm) zählt zu den therapeutischen Leiern. Es ist sehr leise und zart im Klang, und ungemein entspannend z. B. vor dem Schlafengehen.





Das totale Gegenteil stellt die schon gezeigte große russische 18saitige Leier dar: kräftig und voluminös im Klang, die auch die größte Herausforderung an's Spielen darstellt und die meisten Möglichkeiten bietet. Auch hier sind kleinere Variationen bei der Stimmung der Saiten möglich. Sie läßt sich ein- oder beidhändig spielen.

Alle Instrumente sind von verschiedenen Instrumentenbauern nach meinen Angaben handgefertigt worden - also jedes einzelne ein Unikat :-)

Die Saiten dieser Leiern sind (im Gegensatz zu vielen anderen Leiern und den Harfen und Kantelen) so gespannt, dass der jeweils tiefste Ton der "körpernaheste" ist. Von vorne betrachtet ist es also derselbe Tonverlauf, wie auf der Klaviatur. Links am tiefsten, rechts am höchsten. Das empfinde ich als einfacher zu spielen - weil ich es vom Klavier her so gewöhnt bin, und meine allererste Leier auch so bespannt ist.

Soweit mein kleiner "Ausflug" in die Musikwelt. Ich bin absolut musikbegeistert und genieße es sehr, sie einfach nach Gefühl zu spielen und dabei Entspannung zu finden. Das Spielen hat auch etwas Meditatives für mich.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende :)

Nickname 17.05.2019, 16.00

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Kommentare zu diesem Beitrag

13. von Susanne

Das sind wunderschöne Instrumente und da hast Du ein außergewöhnliches Hobby, das gibt es sicher nicht oft. Schade, dass man es hier nicht hören kann.
LG Susanne

vom 21.05.2019, 19.22
12. von Helga Sievert-Rathjens

Liebe Ocean, das ist sehr interessant. Eigentlich hatte ich mich nie gefragt, wie man die halben Töne spielt. Bei Gitarre ist mir das irgendwie klar, aber sie Saiten der Leier werden nicht heruntergedrückt... nun muss ich lachen, weil ich mich nie fragte, wie man das dann hinbekommt. Ok, nun bin ich schlauer, jedenfalls etwas.
Ich würde mich sehr freuen, wenn du es schaffst einmal etwas einzuspielen und hier zu präsentieren.
Die Instrumente sehen sehr schön aus, der Hit natürlich die 18saitige Leier. Aber auch die anderen sehen toll aus.
Dir noch einen schönen Restsonntag
Gruß
Helga

vom 19.05.2019, 18.04
11. von Träumerle Kerstin

Hallo liebe Ocean. Da hast du ja schon eine ganz schöne Sammlung. Irgendwann hast du schon mal drüber berichtet, aber inzwischen sind es mehr Instrumente geworden. Oh ja, man müsste sie mal hören können.
Ich kann kein Instrument spielen, als Kind hatten meine Schwester und ich nur mal eine Flöte. Die haben wir auch einfach so gespielt, wie wir es brachten.
Liebe Grüße in den Sonntag von Kerstin.

vom 19.05.2019, 14.26
10. von Liz

Wunderschön sind diese Musikinstrumente - danke fürs zeigen!! - Du darfst aber auch ruhig Namen nennen - das gilt nicht als Werbung, wenn Du nichts dafür erhälst und selbst wenn Du eine Gegenleistung erhalten würdest, müsstest Du es nur als -Werbung- kennzeichnen. Sonst kannst Du wenn Du unsicher bist auch schreiben - enthält evtl. Werbung als Namensnennung!
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und viel Freude auch beim Musizieren!
herzlich Liz :-)

vom 19.05.2019, 11.24
9. von Ingrid

Danke, liebe Ocean, dass du uns eine Zusammenstellung deiner Leiern zeigst, eine schöner als die andere. Und dass du dir das Spielen selber beigebracht hast, das finde ich sensationell! Das würde mir nie gelingen. Schon alleine am Stimmen würde ich scheitern.
Ich habe ja immer genau mitverfolgt, wenn du wieder ein neues Instrument erworben hast. Der Höhepunkt ist sicher die wundervoll gestaltete Leier aus Russland. Und ich hatte ja auch schon mal das Vergnügen eine Kostprobe deines Speilens hören zu können. Es hat mir sehr, sehr gut gefallen. Diese Klänge treffen mitten ins Herz :-)

Solltest du mal etwas aufnehmen, das würde mich riesig freuen!

Ich wünsche dir ein schönes ‘Wochenende und grüß dich ganz lieb
deine Ingrid

vom 18.05.2019, 16.14
8. von Jürgen

Liebe Ocean,

ehrlich gesagt könnte ich mir auch nicht viel unter dem Klang einer gezupften Leier vorstellen. In diesem Video wird aber die "Funktion" dieses Instrumentes sehr gut erklärt und liefert auch ein Klangbeispiel. Ich finde den Klang einer Leier irgendwie beruhigend. Hier nun der Link:
Hier klicken

Liebe Wochendgrüße
Jürgen

vom 18.05.2019, 12.33
7. von Brigitte

Liebe Ocean, sei herzlich gegrüßt.
Beeindruckendes Hobby. Ich habe mit 7 Jahren Gitarre spielen gelernt vom Vater, weil ich es wollte und dann mit 8 Jahren zum Gitarrenunterricht gegangen. Notenkenntnisse habe ich nicht. Spielte immer nach Gehör und obwohl ich richtig nachspielte, schickte mich der Gitarrenlehrer nach 1/2 Jahr nach Hause. So spielte ich zur Begleitung meiner Chorlieder daheim und sang später mit unseren beiden Jungs zur Gitarre ihre Kinderlieder. Der Jüngere Sohn erlernte an der Musikschule in der 2. Klasse Cello. Zuvor war er vom 3. Lebensjahr an, dort in der musikal. Früherziehung; Taktgefühl und Singen. Erstes Notenlernen bei ihm. 10 Jahre machte er das und auch gut.
Ich habe ein sehr gutes musikal. Gehör und erfreue mich seit je her am Singen.
Männe spielte Cello und Klavier. Jetzt geht nichts mehr, die Finger sind steif. Cello steht in der Ecke und das Klavier, vor 6 Jahren gekauft, wurde leider nur noch kurzzeitig von ihm bespielt.
Ich wünsche Dir immer viel Freude beim Spielen Deiner Instrumente.
Schönes Wochenende, liebe Kraulis für Greta, tschüssi Brigitte.

vom 18.05.2019, 11.07
6. von Morgentau

Wirklich eine tolle Sammlung, liebe Ocean. Und jedes Instrument ein Unikat, das macht es noch wertvoller. Ich kann mir vorstellen, dass man davon nie wieder loskommt, wenn man erst einmal "Blut geleckt" hat, wobei der Vergleich fast zu derb ist Also wenn man dafür entbrannt ist ... ;-)
Ich glaube auch, dass das Spielen total entspannend ist und ein wunderbarer Ausgleich im oft lauten, hektischen Alltag.

Weiterhin viel Freude dabei ...
mit lieben Grüßen, Morgentau

vom 18.05.2019, 08.44
5. von Tigerente

Liebe Ocean!
Die Leiern, also diese Instrumente, sind wunderschön und jede ruft beim Ansehen andere Emotionen hervor.
Ich würde zu gerne sehen, wie du sie hältst und damit spielst.
Du könntest ja den Ton abstellen oder das Video hinterher mit einer perfekten (perfekteren) Melodie bespielen, falls es mit Kamera nicht möglich ist.

Ich wünsche dir ganz viel Freude weiterhin mit den schönen und beseelten Instrumenten.

JanOsch die Tigerente

vom 17.05.2019, 22.00
4. von Elke

Boah, ich bin total begeistert, liebe Ocean. Dass du tatsächlich über Mittelaltermärkte zum ersten Instrument gekommen bist, hatte ich mir ja fast gedacht. Aber dass du derart viele besitzt und spielen kannst - faszinierend! Ich versteh nicht viel von dem, was du schreibst, musikalisch bin ich eher unterbelichtet. Ich kenne zwar Noten - immerhin! - und habe mal ein bisschen Gitarre geklimpert, aber sonst bin ich nur Konsument. Wobei für mich handgemachte Musik das Tollste ist. Bin ja ein Kind der 1960er und 1970er Jahre. Singer-Songwriter standen damals hoch im Kurs und mein Schwager war/ist Musiker (auch ;-) eigentlich Zahnarzt). Wir waren damals häufig in West-Berlin in den Clubs und Kneipen unterwegs und haben alles kennengelernt, was damals so in der Szene unterwegs war. Mein Schwager besitzt wohl auch so ziemlich jedes Saiteninstrument, das du dir denken kannst, und er kann sie auch spielen. Für mich unfassbar. Na, und Mittelaltermusik ist sowieso meins. Wenn du bis zu meinem dritten Bea Baumann Krimi vordringen solltest, wirst du das dort wiederfinden *lach*. Deine Südstaatenempfehlung habe ich mir mal auf den K*ndle geladen.
Danke für die tollen Bilder und die Erläuterungen. Kennst du das Programm Audacity? Ich nehme damit hin und wieder kurze Lesungen meiner Bücher für die Webseite auf. Das ist zwar sehr umfangreich (kostenlos), aber man kann damit auch ganz einfache Sachen aufspielen. Kann ich dir nur empfehlen.
Herzliche Grüße- Elke (Mainzauber)

vom 17.05.2019, 19.40
3. von A.B.

Spannend :)

vom 17.05.2019, 18.36
2. von BergfalkeR

Schöne Sammlung, ausführliche Erklärung. Nur hab ich keine Ahnung von den ganzen Tonarten. Gehört hab ich die "Wörter" schon mal, kann aber nicht viel mit anfangen.
Als Kind hab ich Flöte gelernt und dann wollte ich mit Klavier anfangen. Die Lehrerin hat mich immer an den Haare gezogen (nicht fest, aber doch spürbar), wenn ich einen Fehler gemacht habe. Das hängt teilweise heute noch in den Knochen.

*umarm*

vom 17.05.2019, 18.05
1. von Gwen

Du hast eine ganze Sammlung zuhause. Es fehlt nur noch eine Domra und eine Balalajka, allerdings Balalajka ist ein Instrument, auf dem man wirklich viel spielen kann und vor allem man muss es richtig lernen. Ich habe tolle Virtuosen im Konzert gehört und man lernt darauf zu spielen an Musikschule oder Konservatorium. Ich habe viel übrig für die mittelalterliche Musik, habe Cembalo gespielt und sogar Orgel. Ich wollte Orgel studieren, aber üben könnte ich nur nachts, weil der Orgel tagsüber nicht verfügbar war. So habe ich ausgegeben und bei Klavier geblieben. Habe sogar Konzerte gegeben mit meinem damaligen Ehemann, der Cello spielte und heute auch spielt. Er war Solocellist bei bayerischen Nationaltheater. Kann auch googeln wenn du lust hast:-))

vom 17.05.2019, 17.19
Dieses Blog ist komplett werbefrei, ohne Produktverweise, nichtkommerziell, und es enthält rein private Inhalte.

Angefangen hat alles mit der ersten eigenen Homepage im Jahr 2002.

Seitdem hatte ich viele verschiedene Blogs - und auch Phasen, in denen ich nicht bloggen konnte oder wollte.

Nun gehe ich "back to the roots" und fülle dieses Blog mit allem, was mir wichtig ist und was mich bewegt. Gedanken, Bilder, Momentaufnahmen.

Meine Fotos sind alle mit dem Smartphone aufgenommen.

Viel Spaß beim Stöbern Schön, dass Ihr hier seid.


Ich mag: Mein Mini-Rudel, Tiere, die einsame Natur, Musik, Klavier- und  Leierspiel (Mittelalter), MTB-Fahren, Wandern, Lesen, Meditatives Malen, die  Stille, Frühjahr und Sommer, Nachdenken und Träumen ..